FRAGMENTUM
Immersive Kunst
Diese Bilder sind interaktiv und immersiv, alles ist sehr schnell und ständig im Fluss. Das Bild reagiert durch einen 3D Sensor auf Bewegungen und wird durch einen Beamer auf große Wände projiziert. Die Software ist eine Eigenentwicklung.
In der Serie sind zahlreiche Detailansichten aus Ikarus verarbeitet. Hier auf der Webseite ist nur eine Auswahl zu sehen.
FRAGMENTUM arbeitet mit Hierarchien und fragmentarischen Bezügen. Das Hintergrundbild ist ein Fragment aus einem Originalölbild. Die fließenden und rasenden Objekte haben wieder ein kleineres Fragment aus diesem Detailbild. Die Objekte werden bei Berührung zerstört und zersplittern in weitere Fragmente. Hinzu kommt die starke Dynamik der Fragmente.
Das Thema ist wie bei BORDERLESS das Verhältnis zwischen konzeptionellem und informellem kreativen Sein im Kontext von Technologie. Hier geht es um das Gegenüberstellen von Mensch und Maschine. Aber mit einem speziellen Blick auf das menschliche und unergründliche Erzeugen von etwas Neuem und auf das Zufällige durch Algorithmen dem menschlichen Einfluss jedoch entzogenen, das Zufällige des Computers, komplett eingehegt durch das konzeptionelle Gestalten des Menschen.
Wo hört der Mensch auf und wo bleibt er trotz Maschine kreativ und wird nicht um seine Auseinandersetzung mit den Dingen des Seins gebracht? Ab wann beginnt die Maschine uns zu steuern und wir haben nur geringen Einfluss? Das bringt einen schnell zu den Kernfragen im Umgang mit Computern und KI.
''Auf der konzeptionellen Ebene wird KI von mir intensiv für die Programmierung verwendet. Es macht schneller und bringt sogar neue Ideen ein. In der künstlerischen Intelligenz halte ich mich von künstlicher Intelligenz eher fern. Ich bin dafür zu sehr von einem malerischen, traditionellen Kunstempfinden geprägt. Was bringt mir das Generieren von Kunst mit einer Artificial Intelligence in meiner inneren Auseinandersetzung. Am Ende würde ich nur das Innere einer Maschine zeigen und mich mit fremden Federn schmücken. Ich habe jedoch kein Problem eine Maschine als Werkzeug zu benutzen, ist auch nur ein Pinsel. So wie bei dem Arbeiten mit Collagen oder fremder Kunst, auch inhaltlicher Natur, macht es Sinn sich bei dem Verarbeiten von Computererzeugnissen, mit diesem Prozess und den eigenen Glaubenssätzen immer wieder neu ehrlich auseinanderzusetzen und auf den Wert für das eigene Arbeiten abzuklopfen. ''
Tobias Post